Bereit für den Formel-E-Sixpack in Berlin Bereit für den Formel-E-Sixpack in Berlin Bereit für den Formel-E-Sixpack in Berlin
Neun Tage, sechs Rennen, drei Streckenlayouts und ein neuer Fahrer im Team. 

Bereit für den Formel-E-Sixpack in Berlin

Die Formel-E startet den Restart der Saison mit einem spektakulären Sixpack. Schauplatz ist Berlin, wo in neun Tagen sechs Rennen auf dem Programm stehen. Für zusätzliche Würze sorgen drei unterschiedliche Streckenlayouts. Audi Sport ABT Schaeffler baut beim Heimspiel in der Hauptstadt auf Berlin-Spezialist Lucas di Grassi und DTM-Champion René Rast, der nach seinem Sieg in Spa am vergangenen Sonntag nun vom Tourenwagen in das Formel-E-Cockpit umsteigt.

Die Formel E kehrt nach gut fünf Monaten Pause zurück auf die Rennstrecke. Vieles ist anders, wenn sich die 24 Piloten aus aller Welt ab der kommenden Woche in Berlin zum Showdown der sechsten Saison treffen: Ein strenges Hygienekonzept muss eingehalten werden, die Anzahl der Teammitglieder ist stark reduziert, Fans oder Sponsoren dürfen nicht auf das Rollfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof im Süden der deutschen Hauptstadt, Pressekonferenzen werden virtuell abgehalten, die Podiumszeremonie wird auf ein Minimum reduziert.
Fotocredits: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Sportlich haben es die neun Tage in Berlin in sich: 180 Punkte gibt es – inklusive der Zähler für die schnellste Zeit im Qualifying, die Pole-Position und die schnellste Rennrunde – für jeden der 24 Fahrer maximal zu holen. Bei gerade einmal 38 Punkten, die zwischen dem Spitzenreiter und dem Zehntplatzierten liegen, ist damit klar: Die Meisterschaft ist noch absolut offen. Als zusätzliche „Ereigniskarte“ trägt die Formel E ihre drei sogenannten Double-Header in Berlin auf drei unterschiedlichen Streckenlayouts aus: Nur am 8. und 9. August kommt der bekannte Kurs aus den vergangenen Jahren zum Einsatz. Zum Auftakt am 5. und 6. August wird dieses Layout in entgegengesetzter Richtung gefahren, und für die Finalrennen am 12. und 13. August wird die Strecke dann völlig anders gestaltet. Wie für die Formel E typisch, haben die Teams die Daten erst vergangene Woche erhalten, sodass nicht viel Zeit für eine intensive Beschäftigung mit den Varianten bleibt. Eurosport überträgt die Double-Header live, alle internationalen Sender inklusive Sendezeiten sind online unter www.fiaformulae.com zu finden.

Zwei Welten, ein Ziel

Berlin war immer ein gutes Pflaster für Lucas di Grassi, den mit 31 Podiumsplätzen erfolgreichsten Formel-E-Piloten, entsprechend heiß ist der Brasilianer auf den Neustart der Saison. „Die Pause hatte auch ihre guten Seiten, weil ich viel Zeit mit meinem Sohn und meiner Familie hatte. Ich habe auch eine Menge Sport gemacht, mich gesund ernährt und viele Tage mit den Daten der ersten Saisonläufe verbracht – aber irgendwann reicht es auch, und man möchte endlich wieder Rennen fahren“, so der Brasilianer. Obwohl di Grassi in den ersten fünf Rennen nur einen Podiumsplatz geholt hat, gibt er sich kämpferisch: „Wir fahren nach Berlin, um den Titel zu holen – das ist mein klares Ziel.“ Fünfmal stand di Grassi bisher in Deutschlands Hauptstadt auf dem Podium – so oft wie kein anderer Fahrer – und holte dabei im Vorjahr den Sieg. „Wir haben schon sehr viele schöne Momente in Berlin erlebt, und natürlich gibt das ein gutes Gefühl“, sagt di Grassi. „Trotzdem ist es dieses Mal ein völlig anderes Spiel: Neue Streckenlayouts, keine Fans und Gäste, viele Rennen in kurzer Zeit – es wird auch darauf ankommen, wer damit am besten umgehen kann.“
Fotocredits: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Während di Grassi mit der Erfahrung von 63 Rennen nach Berlin kommt, hat sein neuer Teamkollege René Rast gerade mal ein einziges auf dem Konto: 2016 als Gaststarter für ein anderes Team und auf einem völlig anderen Kurs in der Berliner Innenstadt. Entsprechend prall gefüllt waren die vergangenen Wochen für den zweimaligen DTM-Champion. „Ich habe alles getan, was ich konnte: Neben Testfahrten habe ich stundenlang Daten analysiert, Videos angeschaut und enorm viel Zeit mit den Ingenieuren verbracht“, sagt Rast, der in den kommenden Wochen ein wahres Monsterprogramm fährt. Zwischen dem 1. und 23. August absolviert der Deutsche zwölf Rennen in zwei völlig verschiedenen Autos – hier das rein elektrische Formelauto Audi e-tron FE06 und dort der Tourenwagen Audi RS 5 DTM mit vier Zylindern und 580 PS. „Das sind zwei absolut verschiedene Welten mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen für einen Rennfahrer. Aber die sechs Formel-E-Rennen so kurz hintereinander sind ja ideal für eine schnelle Lernkurve. Die Erwartungen für mein Debüt mit Audi sind schwierig zu formulieren, aber eines ist klar: Ich möchte perfekt vorbereitet nach Berlin kommen und ein gutes Ergebnis abliefern.“
Fotocredits: Audi Communications Motorsport / Malte Christians
Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler geht auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE06 auf Punktejagd. Sam Bird und Robin Frijns liegen nach den ersten fünf Rennen in der Teamwertung auf Platz sieben.